
Was ist eigentlich „Betriebliches Gesundheitsmanagement - BGM" ?
Beständige Einsparungen und organisatorische Veränderungen sind an der Tagesordnung. Arbeitsanforderungen verändern sich rasant und mit ihnen die Erwartungen an die Beschäftigten. Die zunehmende Technisierung und die Digitalisierung der Arbeit verstärken diese Tendenzen. Lebenslanges Lernen ist längst ein Muss für alle Beteiligten. Parallel dazu werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer älter. Eine besondere Herausforderung, der wir uns systematisch stellen müssen.
Die Schlüsselwörter sind Veränderungsfähigkeit und Veränderungsbereitschaft – und dies betrifft gleichermaßen Betriebe und Beschäftigte. Diese Entwicklungen führen häufig zu Überforderung von Beschäftigten und Führungskräften. Die Folgen sind Frustration und Demotivation, Leistungsabfall und Krankheit.
Das muss nicht sein: Das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) bietet die Möglichkeit, Herausforderungen und Veränderungsprozesse gewinnbringend für den Betrieb und seine Beschäftigten zu gestalten. BGM setzt sich dabei grundsätzlich mit zwei Fragen auseinander:
Was hemmt, demotiviert, frustriert, macht krank? Und: Was fördert, motiviert, schafft Arbeitszufriedenheit, hält gesund?
Hier kann Sie Ihre BKK IHV unterstützen :
Ein hoher Krankenstand im Unternehmen ist häufig ein Signal dafür, dass etwas nicht stimmt. Die BKK IHV unterstützt die Unternehmen durch betriebsspezifische Analysen darin, Erkenntnisse über Zusammenhänge zwischen Erkrankungen und Arbeitsbedingungen zu gewinnen. Dabei wird dem Datenschutz Rechnung getragen, indem alle Analysen anonymisiert erfolgen.
Mit Maßnahmen zur betriebsbezogenen Gesundheitsförderung lassen sich Vorteile sowohl für das Unternehmen, als insbesondere auch für die MitarbeiterInnen erzielen:
Vorteile für das Unternehmen
Erhöhung der Personalverfügbarkeit
Senkung des Krankenstandes
Optimierung der Produktqualität
Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit
Verbesserung des Unternehmensimages nach außen und innen
Steigerung der Motivation der MitarbeiterInnen
Steuervorteile
Vorteile für die MitarbeiterInnen
weniger Belastung
Besserer Umgang mit Arbeitsanforderungen
allg. Verbesserung des Gesundheitszustandes
Erhaltung/Zunahme der eigenen Leistungsfähigkeit
Steigerung des Wohlbefindens und der Arbeitszufriedenheit
Optimierung des Betriebsklimas
Steuervorteile
Gesundheit fördern - Steuervorteile nutzen
Zusätzliche Aufwendungen des Arbeitgebers zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands und der betrieblichen Gesundheitsförderung sind steuer- und sozialabgabenfrei, soweit sie den Betrag von 500 Euro pro Mitarbeiter und Kalenderjahr nicht übersteigen. Das Jahressteuergesetz 2009 führte diese Regelung rückwirkend für das Jahr 2008 ein.
Steuerfrei sind Maßnahmen zur:
Vorbeugung und Reduzierung von arbeitsbedingten körperlichen Belastungen des Bewegungsapparates
gesundheitsgerechten betrieblichen Gemeinschaftsverpflegung
Vorbeugung psychosozialer Belastungen (Stressbewältigung, gesunde Führung)
Verringerung des Suchtmittelkonsums (Raucherentwöhnung)
Nicht begünstigt sind Beiträge für Sportvereine und Fitness-Studios.
Was will BGM erreichen?
BGM fördert die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft Ihrer Beschäftigten und bietet somit Vorteile für Ihren Betrieb. Das Konzept der Betrieblichen Gesundheitsförderung baut auf folgenden Prinzipien auf:
1. Ganzheitliches Gesundheitsverständnis
Motto: Verhalten und Verhältnisse neu gestalten
Betriebliche Gesundheitsförderung will nicht nur individuelle Verhaltensweisen, sondern auch die Rahmenbedingungen – also Arbeitsabläufe und -strukturen im Betrieb– „gesünder“ gestalten.
2. Partizipation
Motto: die MitarbeiterInnen einbeziehen
Natürlich will die Betriebliche Gesundheitsförderung etwas für die MitarbeiterInnen tun, doch es geht vor allem darum, gemeinsam mit den MitarbeiterInnen etwas zur Verbesserung ihrer Arbeitssituation zu tun.
3. Projektmanagement-Kreislauf
Motto: systematisch vorgehen – von der Analyse über die Auswertung bis zur Umsetzung
Wenn Betriebliche Gesundheitsförderung sinnvoll und erfolgreich sein soll, benötigt sie ein plan- und zielorientiertes Vorgehen. Nur so kann Gesundheit wirklich in der Unternehmenskultur verankert werden.
4. Beteiligte und Betroffene
Motto: als Unternehmen aktiv werden
Unterstützung von außen kann nur ein Anstoß sein. Betriebliche Gesundheitsförderung soll aber die Kompetenzen und Fähigkeiten innerhalb des Betriebs dauerhaft erhöhen.
Managementkreislauf
Bei der konkreten Umsetzung der einzelnen Schritte spielt die Größe Ihres Unternehmens natürlich eine wichtige Rolle. Untersuchungen haben ergeben, dass die entscheidende Zahl bei 50 MitarbeiterInnen liegt –
Betriebe, in denen weniger Menschen arbeiten, müssen anders vorgehen als solche mit mehr als 50 MitarbeiterInnen.
Vier Schritte auf dem Weg zum gesunden Unternehmen
In der Praxis besteht der Weg zum gesunden Unternehmen aus vier Phasen:
Gerne beraten wir Sie!